Entstehungsgeschichte

16. September 2009
Historisches Ansicht von Freising um das Jahr 2244 (1701)

Historisches Ansicht von Freising um das Jahr 2244 (1701)

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Fast 1288 Jahre nach Ankunft des Heiligen Korbinian und der Einführung des Christentums ist im September des Jahres 2551 (2008) nun auch endlich die Lehre des Erwachten nach Freising gelangt. Ein Sohn der Stadt, Bhikkhu Philipp Thitadhammo, hatte auf Anregung seines Mentors und seiner Mitmönche hin den Weg zurück in die alte Domstadt gewagt um buddhistisches Leben und Lernen auch in seiner bayerischen Heimat zu ermöglichen. Ziel ist es in Freising dem Bhikkhu-Sangha, also dem Mönchsorden des Erleuchteten, eine sichere Heimstätte zu schaffen und um diese herum eine blühende und gedeihende buddhistische Gemeinde entstehen zu lassen. Obwohl es bereits seit über einhundert Jahren in München eine Buddhistische Gesellschaft für das Studium der Lehrreden des Buddha gegeben hat, haben die Umstände dennoch bisher für die Schaffung einer vollständingen buddhistischen Gemeinde (Buddha-parisa) nicht ausgereicht. Bei der Etablierung der buddhistischen Lebensweise in Freising und Umland folgen die Mönche dem Aufruf des Erwachten, aus Mitgefühl mit den Wesen die da “versunken sind in Geburt, in Altern und Sterben, in Wehe, Jammer und Leiden, in Gram und Verzweiflung“ den friedensvollen Ausweg (dukkha-nirodha-gamini-patipada) aufzuzeigen, auf daß es ihnen möglich sein werde dieser ganzen Leidensfülle ein Ende zu machen!

Im Februar des Jahres 2552 (2009) konnte das Kloster in einem kleinen, angemieteten Haus auf dem Freisinger Domberg eingerichtet werden. Es wurde Bodhi Vihara genannt, also „Stätte der Erleuchtung“. Seit Mai 2552 (2009) erfährt das Kloster Unterstützung durch den ehrwürdigen Tejobhasa aus Burma (Myanmar). Dieser wurde eingeladen beim Kloster- und Gemeindeaufbau mitzuhelfen. Im August traf schließlich Bhikkhu Gavesako aus Pilsen als dritter Mönch für die Regenzeit (vassa) in Freising ein und widmet sich seitdem mit ganzem Herzen dem Klosteraufbau und der Vermittlung der Lehre des Erwachten, was eine der Aufgaben von buddhistischen Mönche neben ihrer eigenen Praxis ist.

“Diejenigen, ihr Mönche, mit denen ihr Mitleid habt und von denen ihr meint, daß sie zuhören würden, eure Freunde und Gefährten, Angehörigen und Blutsverwandten, die sollen von euch, ihr Mönche, im wirklichkeitsgemäßen Verstehen der vier edlen Wahrheiten angeregt, bestärkt und gefestigt werden. In welchen vier? In der edlen Wahrheit vom Leiden, von der Leidensentwicklung, von der Leidensauflösung, von dem zur Leidensauflösung führenden Vorgehen.

Daher habt ihr euch, meine Mönche, anzustrengen, um zu erkennen: ‘Das ist das Leiden, das ist die Leidensentwicklung, das ist die Leidensauflösung, das ist das zur Leidensauflösung führende Vorgehen.” (Samyutta Nikaya 56.26.)

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Zwei Mönche und ein Bär - Hl. Korbinian, ehrw. Gavesako & Bär

Der ehrw. Gavesako vor der Statue des hl. Korbinian & des Freisinger Bären auf der Isar-Brücke

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