Besuch im Kloster

29. Juli 2010

Aufenthalt im Kloster

Das buddhistische Kloster Bodhi Vihara ist ein Ort der Ruhe, der geistigen Sammlung und Zufluchtstätte aus dem Treiben einer rastlosen Welt. Es ist ein Ort des Erlernens (pariyatti) der Erleuchtungslehre, ihrer Umsetzung (patipatti) in Lehrergründung und Meditation, durch weises Nachdenken (yonisomanasikara) und tiefgründiges Gespräch (dhamma-sakaccha) mit edlen Freunden (kalyana-mitta).

Besucher des Kloster sind herzlich eingeladen mit den Mönchen zu sprechen, in der Bibliothek und im Dhamma-Studienraum sich dem Kennenlernen der Buddhalehre zu widmen sowie den Andachtsraum wie auch die Meditationshöhle (kammatthana-guha) im Kellergewölbe für die Umsetzung und Vertiefung der Lehre durch Kontemplation- und Meditationsübungen zu nutzen. An den Sonntagen und den vier Mondtagen (Voll-, Neu-, zunehmenden und abnehmenden Halbmond) steht das Kloster ganztägig für Besucher offen. Täglich besteht auch ferner die Möglichkeit nach der Hauptmahlzeit mit den Mönchen zu sprechen, ansonsten nach Vereinbarung oder Rücksprache.

Während des Aufenthalts im Bodhi Vihara gelten die klösterlichen Grundsätze der acht Tugendregeln. Diese als Übungsgebote verstandenen Regeln bilden die körperliche und geistige Grundeinstellung für ein gemeinschaftliches Lernen und Üben im klösterlichen Rahmen.

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1. Friedfertigkeit:
Nicht absichtlich lebende Wesen verletzen oder töten.
2. Vertrauenswürdigkeit:
Nicht nehmen, was nicht gegeben wurde.
3: Keuschheit:
Völlige sexuelle Enthaltsamkeit.
4: Rechte Rede:
Nicht lügen; sich verletzender oder böswilliger Rede und leeren Geschwätzes enthalten.
5: Geistesklarheit:
Keinen Alkohol, keine Drogen und keine das Bewusstsein trübenden Substanzen zu sich nehmen.
6: Enthaltsamkeit:
Nach 12 Uhr Mittag nicht mehr essen (Sommerzeit nach 13.00).
7: Sinnenzügelung:
Auf zerstreuende Unterhaltung, Tanzen, Singen, Musik oder Spiele verzichten; aufdringliche persönliche Aufmachung und unangemessene Kleidung vermeiden.
8: Mässigung:
Verzicht auf übermässigen Schlaf.

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Kleiderordnung

Kleiderordnung

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Mitleben und Mitlernen im Kloster auf Zeit

Gegenwärtig können wir leider noch keine nicht-ordinierten Gäste beherbergen, die mit uns für gewisse Zeit zusammen leben und praktizieren möchten.  Sobald wir genügend Unterstützung für eine räumliche Erweiterung des Klosters erhalten haben, wollen wir dies jedoch ermöglichen.

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Anrede und Titel

Bhikkhu

vollordinierter Mönch bzw. Mönch mit der höheren Ordination (upasampadā) und 227 Regeln, wie im Vinaya niedergelegt

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Anrede:

„Bhante“ (Pāḷi) oder„Ehrwürdiger“ (es gibt noch viele verschiedene, je nach Land unterschiedliche Anredeformen, z.B. Ajahn, Phra, Phra Ajahn, Tan, Ashin, Sayadaw, 法師 etc.).

Dies  ist die respektvolle Anrede für Mönche von Laien und von ordensjüngeren Mönchen an Ordensältere.

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mit Ordinations-Namen:

„Bhante Ananda”

„Ehrwürdiger Ananda“

„Ajahn Anando“, „Phra Anando“, „Tan Anando“, etc.

(Der Endvokal -a wird im thailändischen Gebrauch durch -o ersetzt. Ananda > Anando)

Bhikkhu ist die Standesbezeichnung und wird nicht in der direkten Anrede verwendet (nur vom Buddha), kann aber in der Selbstnennung durch den Mönch, im Anschreiben, z.B. Ehrw. Bhikkhu Ananda, Domberg 10….. oder in Formularen und Berichten bzw. in der neutralen Namensnennung verwendet werden.

Anrede mit Du oder Sie je nach Vertrautheitsgrad und Situation, aber bei vertraulichem Du mit Zusatz „Bhante“ oder „Ehrwürdiger“, meist am Satzanfang. (Trennung der Lebensformen durch die Sprache – jeder Mönch vertritt den Sangha des Erleuchteten und ist keine „Privatperson“, auch kein „Privatfreund“ sondern spiritueller Wegbegleiter und Mentor. Die respektvolle Anrede ist daher im Wesentlichen eine Ehrung des Sanghas – der in die Hauslosigkeit gezogenen Schüler des Erwachten – sowie der gelben Robe (dem Banner der Erleuchteten) und weniger die Ehrung eines Individuums, seines physischen Körpers, also ca. 70 Kilo Fleisch, Knochen, etc., oder seiner persönlichen Qualitäten.

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Beispielsätze:

Bhante, wohin gehen Sie/wohin gehst Du?

Bhante Ananda, wohin gehen Sie/wohin gehst Du?

Ehrwürdiger, wohin gehen Sie/wohin gehst Du?

Ajahn Anando, wohin gehen Sie/wohin gehst Du?

Tan Anando, wann gehen Sie/gehst Du/geht Ihr morgen auf Almosengang?

Wohin gehst Du jetzt Bhante?

Wohin gehen Sie Bhante?

Bhante, wie denkst Du darüber? (Bhante) Wie denken Sie darüber ?

Wo ist Bhante Ananda? Ich würde gerne mit dem ehrw. Ananda sprechen.

Um einen Mönch herbeizurufen: Bhante,…

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Niemals:

Anrede mit dem Ordinationsnamen allein

Ananda,…. (macht nur der eigene Lehrmeister)

Bhikkhu,…. (No no)

Wo ist denn der Bhikkhu hingegangen? besser: Wo ist den unser Bhante/der Ehrwürdige hingegangen?

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Vereinfachte Form:

Bhikkhu Ananda…. (z.B. im öffentlichen Gespräch über den besagten Mönch im weltlichen/interreligiösen Kontext, z.B. Herr Dr. Stefan Müller, Herr Stefan Müller – Pfarrer Stefan Müller – Bhikkhu Stefan Ananda

In amtlichen oder formellen Angelegenheiten (z.B. Ausweis, Krankenversicherung, Flugticket etc.) wird der Laienname weiterhin verwendet.

Bhikkhu Stefan Ananda

Bhikkhu Stefan

der buddhistische Mönch Stefan

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Weitere Formen:

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Sāmanerī, Siladhara, Maechi , Silashin

(Pāḷi) Nonne – verschiedene Ordinationsformen und Anreden je nach Land

Anrede:

„Schwester“, „Ehrwürdige“ oder „Ayya“ (weibliche Entsprechung zu „Bhante“)

Mönche reden Nonnen als „Schwester“ („Bhagini“) an.

Sāmanera
(Pāḷi) Novize mit der nieden Ordination (pabajjā) und 10 Regeln (+ zusätzlich den 75 Übungs-Regeln) wie im Vinaya niedergelegt. Meist als Vorbereitungsstufe zum Bhikkhu für noch nicht 20-jährige Anwärter.

Upāsaka

Laienanhänger

Anrede:

einfach mit Namen; Upāsaka+Namen (auf Thai: Yom oder Khun + Namen)

falls vertraut mit Du oder Sie und Vornamen, ansonsten Sie mit Familiennamen

Upāsikā

Laienanhängerin

Anrede:

einfach mit Namen; Upāsikā+Namen (auf Thai: Yom oder Khun + Namen)

falls vertraut mit Du oder Sie und Vornamen, ansonsten Sie mit Familiennamen

bei Mönchen ist das Hinzusetzen der Bezeichnung Upāsikā bei Frauen nützlich um etwas mehr Distanz schaffen zu können (z.B. Upāsikā Brigitte, wie geht es Ihnen?)

Mahāthera
(Pāḷi: Bezeichnung für einen Bhikkhu, der länger als zwanzig Jahre dem Orden angehört

Thera
(Pāḷi): Bezeichnung für einen Bhikkhu, der länger als zehn Jahre dem Orden angehört


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